Gelenkerhalt bei Schulterarthrose:
Dr. M.Farkhondeh Fal beim AGA-Kongress 2026

Vorsitz und Expertenvortrag zur individuellen Behandlung der Schulterarthrose
Vom 17. bis 19. September 2026 findet in Innsbruck der 43. Kongress der AGA –Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie – statt. Der jährlich ausgerichtete Fachkongress gehört zu den bedeutendsten Veranstaltungen für Arthroskopien, Sportorthopädie und moderne Gelenkchirurgie im deutschsprachigen Raum.
Dr. M. Farkhondeh Fal ist auch in diesem Jahr aktiv am wissenschaftlichen Programmbeteiligt. Der auf Schulter- und Ellenbogenchirurgie spezialisierte Orthopäde übernimmt den Vorsitz der Sitzung „Individuelle Therapie der glenohumeralen Arthrose“. Darüber hinaus hält er einen eigenen Expertenvortrag zum Thema „Gelenkerhaltende Verfahren bei glenohumeraler Arthrose“.
Was ist eine glenohumerale Arthrose?
Die glenohumerale Arthrose – auch Omarthrose genannt – bezeichnet den fortschreitenden Verschleiß des Schulterhauptgelenks zwischen Oberarmkopf und Schulterpfanne. Typische Beschwerden sind belastungsabhängige Schmerzen, zunehmende Bewegungseinschränkungen, nächtliche Schmerzen sowie ein Reiben oder Knirschen im Schultergelenk.
Für die Wahl der geeigneten Behandlung sind nicht allein die Röntgen- oder MRT-Aufnahmen entscheidend. Auch das Alter, das Aktivitätsniveau, die berufliche Belastung, die Beweglichkeit, der Zustand der Rotatorenmanschette sowie die genaue Verteilung des Knorpelschadens müssen berücksichtigt werden.
Gelenkerhalt vor Schulterprothese
Nicht jede Schulterarthrose muss unmittelbar mit einer Schulterprothese behandelt werden. Insbesondere bei jüngeren oder körperlich aktiven Patientinnen und Patienten können gelenkerhaltende Behandlungen sinnvoll sein.
Zu den möglichen Therapiebausteinen gehören:
eine gezielte konservative Behandlung mit Physiotherapie und Belastungssteuerung,
medikamentöse und ausgewählte intraartikuläre Injektionsbehandlungen,
die arthroskopische Entfernung entzündlich veränderter Gewebe,
die Lösung schmerzhafter Verklebungen und Bewegungseinschränkungen,
die Behandlung begleitender Schäden an der Bizepssehne oder Rotatorenmanschette,
die Abtragung störender knöcherner Anbauten,
ausgewählte operative Verfahren zur Verbesserung der Gelenkmechanik.
Welche Behandlung im Einzelfall geeignet ist, muss individuell entschieden werden. Ziel gelenkerhaltender Verfahren ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit zuverbessern und den Einsatz eines künstlichen Schultergelenks möglichst lange hinauszuzögern.
Bei einer weit fortgeschrittenen Schulterarthrose kann eine anatomische oder inverse Schulterprothese jedoch die zuverlässigste Behandlung darstellen. Entscheidend ist eine sorgfältige Abwägung zwischen den noch möglichen gelenkerhaltenden Maßnahmen und den Erfolgsaussichten eines Gelenkersatzes.
Wissenschaftlicher Austausch für eine individuelle Schulterbehandlung
Die aktive Beteiligung von Dr. M. Farkhondeh Fal am AGA-Kongress unterstreicht seinen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt in der differenzierten Behandlung komplexer Schultererkrankungen.
Im Mittelpunkt seines Vortrags steht die Frage, welche Patientinnen und Patienten von gelenkerhaltenden Verfahren profitieren können und wann der richtige Zeitpunkt für eine Schulterprothese erreicht ist. Dabei geht es insbesondere um eine individuelle Therapieentscheidung, die sich nicht ausschließlich an den bildgebenden Befunden, sondern vor allem an den Beschwerden, den persönlichen Anforderungen und der Funktion der betroffenen Schulter orientiert.
Der fachliche Austausch auf nationalen und internationalen Kongressen trägt dazu bei, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch zu bewerten und moderne Behandlungskonzepte in die tägliche Patientenversorgung zu übertragen.
Patientinnen und Patienten mit einer Schulterarthrose, anhaltenden Schulterschmerzen oder einer bereits ausgesprochenen Empfehlung zur Schulterprothese können sich im Rahmen einer spezialisierten Untersuchung beraten lassen. Auf Grundlage der klinischen Untersuchung und der vorhandenen Bildgebung wird geprüft, welche konservativen, gelenkerhaltenden oder gelenkersetzenden Behandlungsmöglichkeiten im individuellen Fall sinnvoll sind.










